Pastoral der Begegnung

„Einander auf Augenhöhe zu begegnen wie Gott es in seinem Sohn Jesus Christus getan hat“ – so beschreiben wir die Herausforderung unseres Lebens als Gemeinde.

Wir wollen uns in diesem Glauben versammeln und Beheimatung erfahren und schenken. Diese Beheimatung wird inhaltlich aber die Dynamik bedeuten, sich nicht auf einen inneren Kreis von Zugehörigen zurückzuziehen. Aus der Konsequenz der miteinander geteilten Botschaft des Evangeliums heraus wollen wir den Kreis der Gemeinde auf die Menschen, die uns umgeben, hin bewusst öffnen. Im „Mitleben“ wird sich die Gemeinschaft von ihnen her immer neu bestimmen.

Der Glaube als Geschenk Gottes und „Kraftstoff“ gemeindlicher Wirklichkeit verbindet uns und lädt uns ein, gemeinsam Kirche zu leben so,

–       Dass sie „vom Berg herunterkommt zu den Hütten“

–       Dass Menschen hier ein offenes Ohr für ihre Anliegen finden

–       Dass fantasievolle Lösungen vielfältigen menschlichen Herausforderungen gegenüber entwickelt werden

–       Dass Glaube nicht als eine statische Wirklichkeit, sondern im Geben und Nehmen erfahren wird.

–       Dass sich der reiche Traditionsschatz der Kirche immer neu verwirklicht in die Erfahrungswelten der Menschen, die hier miteinander leben, und daraus wächst.

–       Dass der miteinander geteilte Glaube dazu befähigt, einlädt, ja antreibt, notleidende Menschen wertschätzend wahrzunehmen, auf sie zuzugehen und ihrer Not mit ihnen gemeinsam zu begegnen, um sie, wenn möglich, zu wenden.

–       Dass Freude an Glauben und Leben unter uns erlebbar sind

–       Dass wir unsere Verantwortung für die Schöpfung Ausdruck verleihen

–       Dass das Vertrauen in Gott und die Menschen uns befähigt, Begegnung auch über die Horizonte unserer Glaubensgemeinschaft hinweg zu wagen, so dass Missverständnisse und vorschnelle Ablehnungen überwunden werden und die Kenntnis voneinander den je eigenen Weg bereichert

–       Dass wir uns auf diesem Weg des Glaubens einer Partnergemeinde verbunden wissen können, mit der wir in bereichernden Austausch eintreten.

 

Im so miteinander gelebten Glauben geben wir einander und den Menschen, die mit uns leben, Zeugnis von der Hoffnung, die uns bewegt.